Zanderangeln im Winter Teil3

Beißverhalten der Zander im Winter

Das Beißverhalten ist ganz klar im Winter anders als im Sommer. Selbst der Angler ist im Winter anders gerüstet als im Sommer :-) Wir empfehlen euch eine weiche Rute, 10 – 30 g Wurfgewicht und geflochtene Schnur. Der Fisch spürt nicht sofort den Gegendruck der durch die starre Rute aufkommt und wird nicht verschreckt und lässt sogar los! Typisch für diese Temperaturen sind Bisse, die kaum spürbar sind. Deshalb ist es wichtig, keine monofile Schnur (biegsam) zu nutzen, sondern sich auf geflochtene Schnur umzustellen um den Biss 1:1 zu spüren.

Wenn das nicht euer Ding ist, oder Ihr zu nervös seid, dann versucht mit einen größeren Schnurbogen zu fischen. Schlagt an, wenn die Schnur stehen bleibt oder kurz an der Wasseroberfläche zuckt.

Problem beim Vertikalangeln sind Fehlbisse

Wenn der Köder immer wieder angehoben wird, so entstehen Fehlbisse, da dieses eigentlich nicht die natürliche schwimmrichtung eines Fisches ist. Beisst ein Zander oder anderer Raubfisch zu, so kommt es vor, dass der Köder nur weggeschoben wird indem der Fisch unglücklich an den Köder kommt. Versucht in diesen Situationen euer Blei gegen ein leichteres zu tauschen und bewegt den Köder weiterhin langsam.

Wie ihr im ersten „Zanderangel im Winter“ Artikel gelesen habt, so sind die Fische meist versammelt an einer einzigen Stellt. Folgt ein Fehlbiss, so habt ihr diese Stelle gefunden und könnt ebenfalls versuchen den Köder waagerecht zu schleppen bzw. jiggen. Bleibt aber bei der Absinktatik (alle 20 Sekunden auf den Boden sinken lassen) um den Bodenkontakt beizuhalten.

Ebenfalls ist wichtig beim Vertikalangeln, nicht nur die Stelle, sondern auch die Tiefe in der die Fische sitzen auszuloten! Wer weiß wo der Fisch steht, der kennt auch seine Gesellen.

Tageszeitpunkt beim Vertikalangeln

Meist nutzen Zander das dämmernde Licht in den Abendstunden, um aktiv auf Beutezug zu gehen. Die Zander ziehen meistens richtung Ufer um auf kleinere Fische zu jagen. Meist in nähe von Schilf oder in den Uferzonen kann man jetzt fangen. In den Kanälen werden jetzt die Mauern und Steine am Ufer interessanter.

Mein letzter Tipp zum Zanderangeln: führt euer Angeltagebuch!

Wenn Ihr gefangen habt, notiert euch, WO und in welcher Tiefe ihr euren Fisch gefangen habt.

Wie war das Beißverhalten?

In welcher Tiefe haben die Fische gebissen?

Welcher Köder, welches Blei?

Wie war die Sonneneinstrahlung?

Wie spät ist es? Von wann bis wann habe ich geangelt?

All diese Aufzeichnungen geben uns im Nachhinein ein klares Bild über unsere Fänge! Kann man parallelen für einen Teich ziehen? Kann man die Techniken auf andere Seen übertragen? Tauscht euch doch am Stammtisch aus!

… und jetzt wünschen wir euch viel Spass und Erfolg beim Zanderangeln!

Versucht ebenfalls an Ungewöhnlichen Plätzen den Zander zu fangen. Wisst ihr eigentlich, wieviel Angler im Forellenteich auf Zander angeln ;-) Auch hier habe ich desöfteren meinen Fisch gefangen!

Zu den andern Teilen aus der Reihe: Zander Angeln im Winter

Zanderangeln Teil2

Zanderangeln Teil1